Eiszeitliche Radrundfahrt nach Glonn

Moränenhügel, etwas Schotter und ein wunderbares Eis
Von Riemerling nach Glonn und über Aying zurück
48 km und 150 Höhenmeter auf ruhigen Wegen

Eiszeitliche Rundfahrt nach GlonnKartenbasis Open Street Map – Zum Vergrößern klicken – GPS-Track (GPX)


Vom Bahnhof Ottobrunn aus fahren wir die Ottostraße ostwärts und an ihrem Ende geradeaus weiter in den Wald. Wir folgen den Kurven des Weges und gelangen zum neuen Putzbrunner Friedhof, wo sich auf noch ziemlich kahl anmutender Fläche kleine Grüppchen von Gräbern zusammendrängen. Weiter geradeaus übers Feld und auf dem Niedweg in die Siedlung, der Linkskurve in die Josef-Springer-Straße folgen, und bis wir fertig sind mit Staunen über ein unverhofft auftauchendes Verkehrsschild, das uns die Durchfahrt verwehren will, biegen wir schon nach Rechts in die Glonner Straße, dann an der Ampel links in die Haarer Straße und von dieser bald wieder rechts in die Grasbrunner Straße, auf der wir zum Kreisel am Ortsrand kommen. Dort auch wieder geradeaus weiter, nach der Linkskurve scharf rechts in die Unterführung und geradeaus in die Dorfmitte von Grasbrunn. Dort mit einem leichten Rechtsschwenk über die Kreuzung und von der Möschenfelder Straße alsbald nach rechts in den Harthauser Weg, dessen Biegung wir folgen, um schließlich auf einer Feldstraße rechts am Fußballplatz entlang auf den Wald zu den Ort zu verlassen.

Wir befinden uns jetzt auf dem Panoramaweg Isar-Inn, dem wir eine Weile folgen werden. Er bringt uns nach Harthausen, wo wir nach Rechts in die Hauptstraße und bald wieder nach links in die Wolfersberger Straße abbiegen. Wir passieren ein Damwild-Gehege, dann den Sportplatz und fahren weiter durch den Wald bis zu den Feldern von Wolfersberg und leicht ansteigend hinauf zum Teich zwischen den beiden Höfen. Dieser Anstieg markiert die Westflanke des Zuges von eiszeitlichen Moränenhügeln, die wir alsbald überqueren werden. Sie überragen die Schotterebene, aus der wir kommen, um etwas mehr als hundert Meter und sind damit die bedeutendsten Erhebungen, die wir in dieser Gegend finden.

Wir verlassen Wolfersberg nach Osten, überqueren die Staatsstraße und fahren auf dem etwas holperigen Wirtschaftsweg weiter in den Wald. Der Weg steigt an, fällt wieder etwas ab und zieht sich dann aufwärts zum ersten Gipfelpunkt unserer Reise mit 637 m Meereshöhe. Die Abfahrt, die gleich danach kommt, können wir nur eingeschränkt genießen, denn der Weg ist holprig und kiesig, so dass wir kräftig bremsen müssen. So gelangen wir bei Schattenhofen aus dem Wald und zur Hauptstraße, der wir nach rechts folgen.

Hier kommt nun die Belohnung für den vorherigen Anstieg, denn es geht flott hinunter in Richtung Moosach. Wer allerdings Appetit auf frisch geräucherte Forellen oder Saiblinge hat, sollte bei Plenagls Fischteichen rechtzeitig bremsen und kurz Halt machen. Der Verkaufsladen hat von Donnerstag bis Sonntag vormittags von 8 bis 12 und nachmittags von 13 bis 17:30 Uhr geöffnet. Wer klug ist, hat eine Isoliertasche dabei, aber von der Verkäuferin liebevoll in Zeitungspapier eingepackt hält sich der Fisch auch so problemlos bis zum Ende der Tour, und es lohnt sich.

Bald erreichen wir dann Moosach, wo wir nach Rechts in die Glonner Straße abbiegen. Ein Stück außerhalb des Ortes kommt die Straße vom Steinsee herunter. Wir fahren geradeaus und erreichen nach wenigen Metern den tiefsten Punkt der Tour bei 516 m.  Die alte und schon etwas ramponierte Teerstraße zieht sich sehr schön in sanften Kurven durch den Wald. Wer aufmerksam nach rechts späht, sieht an verschiedenen Stellen noch  die Trasse der früheren Lokalbahn Grafing-Glonn, die hier bis 1971 entlangfuhr.

Wo der Wald endet, zieht die Straße in einem Bogen an den Gebäuden einer Wurstfabrik vorbei, die hier recht einsam in der Landschaft steht. Es geht weiter am Wald entlang bis zu den Häusern einer Ortsrand-Siedlung und dort an einem kleinen Sportplatz rechts auf den schmalen Teerweg. An der Lena-Christ-Straße links und weiter bis zur Kreuzung mit der Staatsstraße, die wir mit der gebotenen Vorsicht überqueren. Gleich danach sehen wir links beim Hotel das Cafe Wagner, an dem wir in der warmen Jahreszeit nie vorbeikommen, ohne uns zwei Kugeln von dem wunderbaren Eis zu gönnen, das es hier gibt.  Die schattige Bank vor dem Hotel ist der rechte Platz, es zu genießen.

Nach gehabtem Genuss verlassen wir den Parkplatz nach links und biegen gleich wieder rechts in die kleine Straße, folgen nach links und bald nach rechts dem Verlauf der Niedermaierstraße und biegen schließlich nach dem Sportplatz links ab in die Wiesenmühlstraße und gleich nach der kleinen Brücke nach rechts in die Reisenthalstraße. Wer hier das kleine Bächlein plätschern sieht, mag kaum glauben, dass es sich im Sommer 2002 durch heftigen Regen in einen reissenden Fluss verwandelt hat, der in der Siedlung großen Schaden anrichtete, wie man am Beispiel der Schule sehen kann.

Dem Kupferbach folgend fahren wir durch das sehr hübsche kleine Tal. Wer mag, kann sich in dem kühlen Wasser des Bächleins die Füße baden und noch ein Wenig rasten, denn bald wird es ziemlich steil bergan gehen. Aber zuerst folgen wir noch dem Tal bis zum Gehöft Reisenthal, biegen dort rechts ab und fahren am Waldrand weiter. Wo die Straße sich gabelt, folgen wir dem Wegweiser links nach Loibersdorf und steigen auf den nächsten 800 Metern um 75 Meter hoch. Beim Verlassen des Waldes haben wir bei klarem Wetter einen schönen Bergblick. Wegkreuz bei Kaltenbrunn In Loibersdorf folgen wir der Straßenkurve und nach dem Ort dürfen wir auf einer kurzen Abfahrt den kühlenden Fahrtwind genießen, ehe es vor Heimatshofen wieder aufwärts geht. Geradeaus fahrend erreichen wir schließlich auf dem eiszeitlichen  Moränenrücken hinter Kaltenbrunn in der Nähe eines Wegkreuzes  den höchsten Punkt der Tour (666 m).

Wo die Straße den Wald verlässt, biegen wir scharf rechts ab und kommen zur „Passhöhe Graf Aygo“, wie uns eine Tafel belehrt, bevor wir in flotter Abfahrt nach Aying gelangen. Dort biegen wir nach rechts in die Obere Dorfstraße, fahren rechts an der Kirche vorbei und sehen rechter Hand den etwas (zu) vornehmen Brauereigasthof und vorne links den Biergarten vor Liebhards Bräustüberl, der an schönen Tagen gut besucht ist. Unser Weg führt geradeaus in die Bräugasse, am Kainzenhof nach links in die Untere Dorfstraße und an deren Ende nach rechts hinaus aus dem Dorf, wo wir zu passender Jahreszeit vom Biersee her die Kröten quaken hören. An diesem See, der sich hinter einem kleinen Damm verbirgt, biegen wir links ab in Richtung des neuen Sportplatzes und an dessen Ende nach rechts auf den Wald zu. Wir befinden uns ab hier auf einem Teilstück des Mangfall-Radwegs.

Durch den Wald gelangen wir nach Dürrnhaar, überqueren dort die Bahnlinie und wenden uns gleich danach rechts, bei dem kleinen Bahnübergang wieder links und an der Staatsstraße rechts entlang in Richtung Höhenkirchen. Nach einer Weile schwenkt der Radweg in einer S-Kurve zur Bahn und läuft dann an den Gleisen entlang bis zum Ortseingang. Wo die neue Umgehungsstraße in breiter Schneise nach links in den Wald abbiegt, halten wir uns geradeaus und folgen der Rosenheimer Straße, bis wir zwischen Altem Wirt und Kirche hindurch sind und nach links in die Münchner Straße abbiegen.

Da wir unser Eis heute schon gehabt haben, müssen wir die gern besuchte Casa del Gelato leider links liegen lassen und biegen vor der Tankstelle rechts ab in die Wächterhofstraße. Die restlichen viereinhalb Kilometer geht es einfach immer geradeaus zurück nach Riemerling.