19. August 2019 – Riemerling – Mainz

In der Nacht war ein heftiges Gewitter niedergegangen. Am Morgen regnete es nur noch leicht und wir konnten zum Ostbahnhof radeln, ohne übermäßig nass zu werden. Wir kamen frühzeitig an und konnten uns in aller Ruhe am erwarteten Einstiegspunkt platzieren. Der Zug fuhr in der vorgesehenen Wagenreihung an, so dass wir richtig standen und mit Hilfe des Lokführers und eines Schaffners rasch einsteigen konnten. Am Hauptbahnhof wurde es dann richtig voll, so dass wir froh waren, für uns und die Räder reservierte Plätze zu haben.

Unterwegs gab es ein paarmal Gedränge mit neu hinzukommenden Radfahrern, aber insgesamt lief alles gut, von den befürchteten Unwetterschäden war nichts zu sehen und wir erreichten Frankfurt unerwartet pünktlich. Beim Aussteigen wurde es nochmal hektisch, dann packten wir in Ruhe auf und fuhren hinaus in die Stadt.

Das Wetter war angenehm. Die Route, nie sehr weit vom Main, führte über weite Strecken an Industriegelände entlang, wo uns seltsame chemische Gerüche in die Nase stiegen, einige Stücke weit ging es aber auch durch schöne Flussaue mit großen alten Bäumen. Wir fuhren mäandernd auf gut ausgeschilderten Radwegen. In Eddersheim gönnten wir und in einem kleinen Eiscafe Cappuccino, während nicht sehr hoch und übel lärmend die Flugzeuge vom Frankfurter Airport über uns hinwegdonnerten.

Schließlich säumten Weingärten unseren Weg und so gelangten wir an die Mündung des Main in den Rhein, überquerten den Fluss auf einer alten Eisenbahnbrücke und fanden bald unser Hotel Burg-Stuben in Mainz-Waisenau, wo man noch etwas gestresst war von etlichen Hochzeiten am Wochenende, aber unser Dachzimmer scheint ruhig zu sein und nicht weit gab es ein italienisches Lokal unter indischer Führung, wo wir ordentlich, aber nicht übermäßig raffiniert zu Abend aßen.